Elementwände

Kostengünstig Bauen mit Elementwänden

ELEMENTWÄNDE …die ideale Ergänzug zu Elementdecken! Auch bei ausgefallenen Grundrissen zeit- und kostensparend.

Elementwände sind ein innovatives Produkt, das die Bauzeit erheblich verkürzt. So benötigt ein kompletter Keller z.B. nur einen Tag Aufstellzeit. Alle Öffnungen, Fenster, Türen und Aussparungen werden vorher im Werk eingepasst.

Die Montage erfolgt unter Verwendung von Schrägstützen. Nach der Montage kann mit der Verfüllung des Zwischenraumes der Elementwände begonnen werden.

Elementwand

Elementwand

Detaillierte Produktbeschreibung

Elementwände

Elementwände werden aufgestellt

Die Elementwand, auch Dreifachwand genannt, besteht aus zwei im Betonwerk vorgefertigten ca. 5-7 cm dicken bewehrten Stahlbetonschalen aus porenarmen Beton, die durch Gitterträger unverschieblich miteinander verbunden sind und nach der Montage am Verwendungsort mit Ortbeton verfüllt werden.

Die Elementwand lässt sich jedem Grundriss anpassen. Der Abstand zwischen den Betonschalen richtet sich nach der geforderten Wanddicke. Die Bewehrung wird einsprechend den statischen Erfordernissen im Betonwerk eingebaut.

Durch örtlich einzubauenden Zusatzbewehrungen können biegesteife Eckverbindungen geschaffen werden.

Standardgesamtwanddicken:
20,0 cm; 24,0 cm; 30,0 cm; 36,5 cm; 40,0 cm
Andere Wanddicken können auf Wunsch und nach Absprache mit Ihrem Fertigteilwerk hergestellt und geliefert werden.

Leerrohre und Leerdosen für elektrische Leitungen usw. können nach Ihren Angaben bereits im Fertigteilwerk eingebaut werden.

Fenster, wie zum Beispiel Kellerfenster aus Kunststoff, können ebenso wie Türzargen aus Stahl bereits eingebaut mitgeliefert werden. Ebenso können auch Aussparungen für Schlitze und Durchbrüche vorgesehen werden.

Elementwände

Elementwände werden gestützt

Vor dem Betonieren braucht in der Regel lediglich noch die Plattenstoßbewehrung auf den Elementdeckenplatten und die obere Bewehrung lt. Angabe im Verlegeplan eingebaut werden.

Die Höhe der Wandelemente richtet sich üblicherweise nach der Geschoßhöhe (in der Regel bis ca. 3 m). Oftmals ist bei Außenwänden die äußere Schale um die Deckendicke höher als die Innenschale. Die Plattenlängen sind individuell, in der Regel wird ein Plattenstoß so angeordnet, dass möglichst wenig sichtbare Fugen von innen zu erkennen bleiben.

Durch Erhöhung der Betondeckung der Bewehrung können Wandelemente auch bei landwirtschaftlichen Bauvorhaben, wie zum Beispiel Güllebehälter, problemlos eingesetzt werden.

Die Produktion der Wandelemente erfolgt nach Prüfung der vom Fertigteilwerk erstellten Fertigungspläne durch den Auftraggeber. Die Elemente werden dann, nach Absprache, zum Verwendungsort stehend oder liegend angeliefert und meistens direkt vom LKW mit einem Kranversetzt.

Download- und Infomaterial
Montage

Die Montage der Wandelemente erfolgt nach einem Verlgeplan, in dem die genaue Lage jedes Elements angegeben ist. Um die Montagezeiten zu verkürzen werden die Wandelemente auf vorbereitete punktförmig Auflager abgesetzt, die u. a. den Einfluss von Unebenheiten des Untergrundes ausschalten. Als Auflager verwendet man z.B. kleine Streifen aus Kunststoff, die in Mörtel verlegt und nivelliert werden. Zur Markierung des Grundrisses können Dachlatten auf dem Boden befestigt werden, die gleichzeitig Anschlag für die Wandelemente beim Absetzen sind.

Nach dem Absetzen werden die Wandelemente durch Schrägstützen (mit Gewinde) gehalten, die in der Bodenplatte bzw. in der Geschossdecke mittels Dübel befestigt werden. Für die Verbindung Wandelement-Schrägstütze ist es vorteilhaft, die Befestigungshülsen schon im Werk in die Wandelemente einzubetonieren. Das senkrechte Ausrichten der Wandelemente erfolgt durch Auf- oder Abspindeln der Schrägstützen.

Ist die nächste Geschossdecke als ELEMENTPLATTENDECKE vorgesehen, so können die min. 5 cm dicken Deckenelemente unter Beachtung der Ergänzung des Zulassungsbescheids für die PLATTENWAND direkt auf die Wandelemente aufgelegt werden, ohne dass ein Randjoch erforderlich ist. Das Einbringen des Ortbetons in die Wandelemente erfolgt rundum in gleichmäßigen, waagerechten Lagen, wobei auf eine sorgfältige Verdichtung des Betons zu achten ist.

Die Betoniergeschwindigkeit soll bei 5 cm dicken Fertigplatten 75 cm je Stunde nicht überschreiten. Bei Verringerung der Gitterträgerabstände bzw. bei stahlfaserbewehrten Elementwänden sind größere Betoniergeschwindigkeiten zugelassen. Bei höheren Wandelementen sind für das Einfüllen des Ortbetons Rohre oder Schläuche zu verwenden, die bis zur Einbaustelle reichen und so ein Entmischen des Betons verhindern.

Fugenabdichtungen

Bei der Elementwandbauweise können verschiedene innenliegende oder außenliegende Fugenabdichtungen eingesetzt werden, wie beispielsweise Fugenbänder, Fugenbleche, beschichtete Fugenbleche oder Kompressionsdichtungen. Für Fugenabdichtungen muss die Verwendbarkeit für den Einsatz in Arbeitsfugen, Sollrissquerschnitten oder Bewegungsfugen nachgewiesen sein.

Die Verwendbarkeit ist nachgewiesen durch eine Norm (beispielsweise für Fugenbänder) oder durch ein bauaufsichtliches Prüfzeugnis von anerkannten Materialprüfanstalten. Bei unbeschichteten Fugenblechen werden Aussagen zur Verwendbarkeit in der WU-Richtlinie getroffen. Bei den Eignungsnachweisen werden auch Angaben zum Anwendungsbereich der jeweiligen Fugenabdichtung gemacht. Dazu zählt der Einsatzbereich hinsichtlich der Beanspruchungsklasse, der Wasserdruckhöhe und im Wasserwechselbereich.

Vorteile und Besonderheiten der Fertigteil-Bauweise

Sollen Dreifachwände für wasserundurchlässige Konstruktionen verwendet werden, so können die Vorteile der Fertigteilbauweise genutzt werden. Drei Effekte tragen dazu bei, dass Spannungen beim frühen Zwang vergleichsweise klein sind:

  1. Die Gesamtwanddicke der Wand setzt sich zusammen aus der äußeren Fertigplatte, dem Ortbetonkern und der inneren Fertigplatte. Innere und äußere Fertigplatten werden im Fertigteilwerk hergestellt und werden nach einigen Tagen auf die Baustelle geliefert. Bei Füllung der Doppelwand entwickelt nur der Ortbetonkern Hydratationswärme.
  2. Ein Teil der entstehenden Hydratationswärme geht in die Fertigplatten über, die sich um wenige Kelvin erwärmen. Messungen dazu wurden vom Autor vorgenommen.
  3. Der mit Ortbeton auszufüllende Hohlraum ist schmaler als bei reiner Ortbetonbauweise.
Diese drei Effekte führen dazu, dass sich im Kern eine moderate Temperaturentwicklung und ein verhältnismäßig geringes Temperaturmaximum ergibt. Die Temperaturdifferenz zwischen Kern und Umgebung, beziehungsweise zwischen einer Wand und der zuvor betonierten Bodenplatte ist erheblich geringer und liegt in vielen Fällen deutlich unter den kritischen Temperaturdifferenzwerten. Aus den Temperaturdifferenzen resultierende Zwangsspannungen stellen sich somit systembedingt nur in relativ geringem Umfang ein und bleiben in aller Regel deutlich unter der Zugfestigkeit. Durch geeignete konstruktive, betontechnologische und ausführungstechnische Maßnahmen wird keine Mindestbewehrung gegen Hydratationszwang benötigt. Sind andere Zwangsbeanspruchungen (z.B. infolge Setzungen) nicht zu berücksichtigen, kann die Bewehrungsanordnung in den Wänden dann entsprechend der Lastbemessung erfolgen.

Planen mit der Dreifachwand

Alle drei oben angeführten Entwurfsgrundsätze lassen sich mit der Elementwandbauweise umsetzen. Die Elementwandbauweise ist besonders vorteilhaft. Wichtige Planungsaspekte für die Elementwandbauweise sind:

  • Einhaltung maximaler Wandabschnitte: Durch Einteilung von Wänden in Wandabschnitte können die Auswirkungen des Zwangs infolge Hydratation so gering gehalten werden, dass keine Trennrissgefahr besteht. Die Wandabschnitte sollten auf l/h von 2 bis 4 begrenzt werden (Wandabschnittslänge l; Geschosshöhe h), wobei für Dreifachwände bei üblichen Bodenplattendicken (d bis etwa 30 cm) vom oberen Grenzwert ausgegangen werden kann. Wandabschnitte sind bei Dreifachwänden bereits produktionsbedingt durch die Abmessungsgrenzen der Stahlschalungen oder Stahlpaletten (siehe Abschnitt 2) oder aus Montagegründen vorgegeben.
  • Vertikal-Fugenausbildung der Wandabschnitte als abgedichtete Sollrissquerschnitte: Sollrissquerschnitte dienen der Risslokalisierung. Dazu ist die Bauteildicke um mindestens 1/3 zu schwächen. Auch eine durch den Sollrissquerschnitt geführte Bewehrung sollte deutlich reduziert, da eventuell auftretende Risse sonst nicht lokalisiert werden. Eine statisch erforderliche Bewehrung darf nicht geschwächt werden; durch eine geeignete Konstruktion lässt sich eine statisch erforderliche Bewehrung in einem Sollrissquerschnitt möglicherweise vermeiden. In den Sollrissquerschnitten sind geeignete Fugenabdichtungssysteme anzuordnen.
  • Mit den beiden vorgenannten Punkten ist die Wahl eines geeigneten statischen Systems verbunden.
  • Ausführung der Boden-Wand-Fuge als Arbeitsfuge mit einem Fugenabdichtungssystem. Ausbildung von horizontalen und vertikalen Abdichtungen zu einem geschlossenen System.
  • Einhaltung der empfohlenen Mindestbauteildicken nach Tabelle 1 und – falls eine innenliegende Fugenabdichtung verwendet werden soll – eines ausreichenden Einbauraums.